Hannes Spiß
6 Fragen an den Vorstand
Ein guter Verband lebt nicht nur von seinen Leistungen, sondern auch von den Persönlichkeiten, die ihn vertreten. Beim Bundesverband Flachglas spielt der Vorstand eine zentrale Rolle – sowohl nach innen als auch nach außen. Er setzt sich aus Vertretern unserer Mitgliedsunternehmen zusammen und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der Branche und anderen Akteuren.
Um Ihnen die Persönlichkeiten hinter dem Verband näherzubringen, haben wir das Format „6 Fragen an den Vorstand“ ins Leben gerufen. Dieses Mal stellen wir Ihnen Hannes Spiß vor.
Der 41-Jährige lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in der Nähe von London. Beruflich ist er Geschäftsführer der Isolar Glas Beratung GmbH. Darüber hinaus engagiert er sich im Vorstand des Bundesverbands Flachglas.
Lieber Herr Spiß.
Was ist Ihr Ziel? Was treibt Sie an?
Mein Ziel ist es, den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Glasbranche aktiv mitzugestalten. Glas ist ein außergewöhnlicher, vielseitiger und wunderbarer Baustoff. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig – und in der richtigen Kombination nahezu unbegrenzt. Was gibt es Schöneres, als mit einem solchen Material zu arbeiten? Im Bundesverband Flachglas schätze ich besonders die Vielfalt an Themen und die Möglichkeit, sich in unterschiedlichsten Arbeitsgruppen einzubringen. Dabei geht es nicht darum, zusätzliche Bauvorschriften oder Richtlinien zu schaffen, sondern darum, Glas als Baustoff noch attraktiver zu machen – für Planer, Architekten und nicht zuletzt für die Menschen, die in Gebäuden mit Glas leben und arbeiten.
Was sind Ihre größten Stärken und Ihre größten Schwächen?
Von der Pike auf gelernt – das betrachte ich als meine größte Stärke. Als Glasermeister und Ingenieur habe ich ein tiefes Verständnis für das Glashandwerk und die Branche. Meine internationale Berufserfahrung im Bauwesen hat mir einen umfassenden Einblick in verschiedene Arbeitsweisen und Märkte verschafft: als Fassadeningenieur aus der Sicht des Bauherren und Architekten, als Glasermeister im Fassadenbau und in der Isolierglasbranche.
Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Themen für die Flachglasbranche? Jetzt und in Zukunft?
Nachhaltigkeit, dies bezieht sich nicht nur auf den so viel diskutierten CO ₂-Fußabdruck von Glas, sondern auf die korrekte Anwendung und die vielfältige, effektive Umsetzung, die den Bewohnern, den Projektentwicklern, den Bauherren sowie auch der Glasbranche und den dort arbeitenden Menschen dient.
Was haben Sie im letzten Jahr gelernt, was Sie heute oder zukünftig im Bundesverband Flachglas umsetzen möchten?
Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ich möchte behaupten, dass es da nicht „die eine“ Sache gibt, die ich gelernt habe. In Wirklichkeit lernen wir ja jeden Tag dazu. Viele meiner Erfahrungen im letzten Jahr beziehen sich auf das Thema Effizienz. Der effiziente Einsatz digitaler Entwicklungen oder das effiziente Gestalten von Normen – mit dem Ziel, neue Entwicklungen zu fördern, sowohl den Kunden als auch der Branche Sicherheit zu geben und die Betriebe bei diesen Änderungen zu unterstützen. Ja, ich glaube, so könnte man es zusammenfassen.
Warum sind Sie im Vorstand beim Bundesverband Flachglas? Was ist Ihre Motivation?
Gutes tun und für die Zukunft gestalten. In einer Welt, die ein zunehmend komplexeres Umfeld bietet, muss es möglich sein, den Werkstoff Glas möglichst einfach anzuwenden. Die wissenschaftliche Weiterentwicklung sollte zum Vorteil aller genutzt werden können – und gleichzeitig muss die praktische Umsetzung für Handwerker sowie für kleine und mittelständische Betriebe in der Glasbranche erhalten bleiben. Ich bin der Auffassung, dass dies erforderlich ist, um das Bauprodukt für den Bauherren und die Bewohner am effektivsten umzusetzen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Sowohl beruflich als auch privat.
Privat ist sehr einfach: Gesundheit, Essen und ein sicheres Dach über dem Kopf für die Familie. Beruflich wünsche ich mir eine kontinuierliche Weiterentwicklung meiner Kenntnisse und die Möglichkeit, dies in meinem Arbeitsumfeld und in der Glasbranche umzusetzen.
Lieber Herr Spiß, vielen Dank für das Interview.






