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Ausbildungsmarkt

Die Flachglasindustrie bietet beste Zukunftschancen

Troisdorf. Im letzten Jahr gab es wegen der Pandemie zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge. Viele Betriebe suchen händeringend nach Nachwuchs. Der Bundesverband Flachglas (BF) stellt vier hochinteressante Perspektiven in der traditionsbewussten und gleichzeitig modernen Flachglasbranche vor. 

  

Flachglastechnologe/-technologin: 

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Flachglastechnologe beziehungsweise -technologin. Danach ist man Profi darin, mit computergesteuerten Maschinen Autoscheiben, Isolierglas für Fenster oder gläserne Platten für Tische, Türen und Vitrinen zu fertigen. Die Glasveredelung, beispielsweise von Spiegeln oder Sicherheitsgläsern, ist ein weiterer Schwerpunkt dieses Berufes, für den die Bewerber Genauigkeit und mathematische Kenntnisse mitbringen sollten. 

  

Verfahrensmechaniker/-mechanikerin Glastechnik 

In dieser Ausbildung lernt man alles, um Produktionsprozesse und die Sicherheits- und Qualitätskontrollen der Glasherstellung mitzuverantworten, zum Beispiel für Scheiben, Flaschen, Trinkgläser oder Dekorationsartikel. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, sollte neben IT-Kenntnissen ein Interesse für Naturwissenschaften und technische Anlagen mitbringen. 

  

Glasveredler/-veredlerin 

Hier sind Künstler und Kreative gefragt! Ein Glasveredler beschäftigt sich zum Beispiel mit Glasmalerei. Er oder sie schleift, fräst und sandstrahlt Muster, Ornamente und Dekore und lässt so kleine Kunstwerke entstehen. Diese werden in fast allen Bereichen der Innenarchitektur gebraucht: großformatige Spiegel, kunstvoll gearbeitete Kronleuchter, ästhetische Fenster und Türen. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und erfordert zeichnerisches Talent und räumliches Denkvermögen. 

  

Wirtschaftsingenieur Glastechnik 

Lust auf Verantwortung? Der Wirtschaftsingenieur Glastechnik ist ein vielseitiger Beruf, in dem sich andere auf einen verlassen können müssen. In dem dreijährigen dualen Studium an der Fachhochschule und im Betrieb lernen die angehenden Wirtschaftsingenieure alles über die Besonderheiten des Werkstoffes Glas sowie die unterschiedlichen Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren. Aber auch nachhaltige Themen wie Recycling, Wärmerückgewinnung oder Emissionsreduktion kommen nicht zu kurz. Anschließend verantwortet man eigene Projekte, verwirklicht kundenindividuelle Produktanforderungen und sorgt für eine optimale Materialwirtschaft innerhalb des Unternehmens. BF/FS 

 

 

Expertentipp von Julian Henning, Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar e.V.: „Zukunft im Glas – kurz ZIG – (www.zukunftimglas.de) ist das Ausbildungsstellenportal der Glasindustrie. Neben zahlreichen Stellenangeboten finden Jugendliche, Eltern und Lehrer hier Hintergrundinformationen, Videos und Tipps rund um die beliebtesten Berufe der Branche. Ganz gleich ob Ausbildung, Praktikum oder Studium, auf ZIG geht es mit wenigen Klicks zum Traumjob“.

 

Die Branche in Kürze: Zum Bundesverband Flachglas (BF) gehören die Hersteller und Veredler von Glasprodukten für Bauanwendungen. Die Branche mit ihren rund 27.000 Mitarbeitern vertrieb im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt Flachglasprodukte mit einem Wert von ca. 2,6 Milliarden Euro. Diese Werte addieren sich aus den Produkten der Floatglas-Hersteller, der Glasbeschichter, der Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Einscheibensicherheits- und Verbundsicherheitsglas spezialisiert haben, sowie der Produzenten von Isolierglas. Heute gehören dem BF mehr als 80 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt über 180 Betriebsstätten und darüber hinaus rund 60 Fördermitglieder an.