• DE
  • EN
Sie sind hier: Der BF | Pressemitteilungen | Presse 2021 | 

Glasklare Perspektiven

Spannende Ausbildungsberufe in der Flachglasindustrie

Troisdorf. In der Corona-Krise fehlt es derzeit vielen Jugendlichen an Unterstützung, passende Angebote für das kommende Ausbildungsjahr zu finden. Der Bundesverband Flachglas (BF) präsentiert vier Perspektiven für die Berufsorientierung in einer nachhaltigen Zukunftsbranche.

 

Flachglastechnologe/-technologin:
In der dreijährigen Ausbildung wird man Experte darin, Autoscheiben, Fenster oder gläserne Platten für Tische, Türen und Vitrinen zu produzieren. Flachglastechnologen arbeiten mit computergesteuerten Maschinen und schneiden, schleifen und fräsen Glas. Sie verantworten auch die Glasveredelung und sorgen dafür, dass Spiegel oder Sicherheitsgläser ihren letzten Feinschliff bekommen. Zusätzlich zu einem technischen Grundverständnis sollte ein Flachglastechnologe auch Genauigkeit und mathematische Kenntnisse mitbringen.

 

Glasveredler/-veredlerin
Ein gelernter Glasveredler ist der Künstler und Kreative im Flachglasbereich. Für seine Arbeit beschäftigt er sich mit Glasmalerei, er schleift, fräst und sandstrahlt Muster, Ornamente und Dekore und lässt so kleine Kunstwerke entstehen. Sein Aufgabengebiet ist fast alles, was in der Innenarchitektur aus Glas ist: großformatige Spiegel, kunstvoll gearbeitete Kronleuchter, ästhetische Fenster und Türen. Mit seinem Können arbeitet der Glasveredler später sowohl im künstlerischen Bereich als auch im konstruktiven Glasbau. Zeichnerisches Talent, eine gute Hand-Augen-Koordination und räumliches Denkvermögen sind Voraussetzung für die kreativen Herausforderungen in der täglichen Arbeit. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

 

Verfahrensmechaniker/-mechanikerin Glastechnik
Der Verfahrensmechaniker begleitet den gesamten Produktionsprozess und ist auch für die Sicherheits- und Qualitätskontrollen mitverantwortlich. Hierfür steuert und überwacht er automatisierte Maschinen und Anlagen für die Herstellung von beispielsweise Scheiben, Flaschen, Trinkgläser oder Dekorationsartikel. Neben IT-Kenntnissen ist ein Interesse für Mathematik, Physik und Chemie sowie für technische Anlagen besonders wichtig für die Ausbildung.

 

Wirtschaftsingenieur Glastechnik
Der begehrte und abwechslungsreiche Beruf bietet viele Möglichkeiten, selber Verantwortung zu tragen. Angehende Wirtschaftsingenieure der Fachrichtung Glastechnik lernen in dem dreijährigen dualen Studium an der Fachhochschule und im Betrieb alles für eine anspruchsvolle Tätigkeit in der Glasindustrie. Neben naturwissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Fachwissen werden die zukünftigen Ingenieure in den unterschiedlichen Produktionsverfahren sowie den Glasherstellungs- und Glasbearbeitungsverfahren praxisnah geschult. Die eigenständige Durchführung von Projekten, die Konzeption und Entwicklung von kundenspezifischen Produktanforderungen, der technische Einkauf und die Materialwirtschaft runden das Berufsbild ab. BF/FS

 

Expertentipp von Julian Henning, Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar e.V.: „Zukunft im Glas -kurz ZIG- ist das Ausbildungsstellenportal der Glasindustrie. Neben zahlreichen Stellenangeboten finden Jugendliche, Eltern und Lehrer hier Hintergrundinformationen, Videos und Tipps rund um die beliebtesten Berufe der Branche. Ganz gleich ob Ausbildung, Praktikum oder Studium, auf ZIG geht es mit wenigen Klicks zum Traumjob“.

 

Weitere Infos zu Glas unter www.glas-ist-gut.de

 

26. März 2021

 

Die Branche in Kürze: Zum Bundesverband Flachglas (BF) gehören die Hersteller und Veredler von Glasprodukten für Bauanwendungen. Die Branche mit ihren rund 27.000 Mitarbeitern vertrieb im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt Flachglasprodukte mit einem Wert von ca. 2,6 Milliarden Euro. Diese Werte addieren sich aus den Produkten der Floatglas-Hersteller, der Glasbeschichter, der Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Einscheibensicherheits- und Verbundsicherheitsglas spezialisiert haben, sowie der Produzenten von Isolierglas. Heute gehören dem BF mehr als 80 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt über 180 Betriebsstätten und darüber hinaus rund 60 Fördermitglieder an.