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Zukunft mit Weitsicht gefällig?

Die Flachglasindustrie bietet viele Jobperspektiven

19. Mai 2020

 

Bad Honnef. Mehr als 300 Ausbildungsberufe existieren in Deutschland – trotzdem entscheidet sich jedes Jahr über ein Drittel aller Auszubildenden für einen der zehn bekanntesten Berufe, für Industriekaufmann oder Bäckerin beispielsweise. Dabei bietet gerade der Baustoff Glas besonders viele aufregende Jobs. Mit einer attraktiven Bezahlung und langfristigen Perspektiven. Wer jeden Tag mit dem einzigartigen und faszinierenden Material arbeiten möchte und sich zutraut, anspruchsvolle Aufgaben zu meistern, für den ist die Flachglasindustrie die richtige Adresse. Berufe wie Flachglastechnologe oder Glasveredler, Verfahrensmechaniker oder auch Wirtschaftsingenieur Glastechnik: vier tolle Chancen für die Zukunft stellt der Bundesverband Flachglas (BF) hier vor.

 

Flachglastechnologe/-technologin

Die wenigstens wissen es, aber ohne sie würden wir unsere Welt nicht wiedererkennen: Flachglastechnologen sind Experten dafür, dass Autos ihre Scheiben bekommen, unsere Türen und Fenster sicher bleiben und wir uns zu Hause im Spiegel erblicken können. Sie produzieren und schneiden, schleifen und fräsen Glas für die unterschiedlichsten Zwecke und arbeiten dabei mit computergestützten Maschinen. Zugleich verarbeiten sie die Gläser weiter und stellen zum Beispiel Fahrzeug- und Fensterscheiben sowie Sicherheitsglas her. Neben einem technischen Grundverständnis und einem Hauptschulabschluss sollte ein Flachglastechnologe auch Umsicht, Sorgfalt und mathematische Fähigkeiten mitbringen. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt.

 

Glasveredler/-veredlerin

Wenn die Spiegel, Gläser oder Fenster der Flachglastechnologen fertig geworden sind, kann es die Aufgabe der Glasveredler sein, diese weiterzuverarbeiten und zu verzieren. Ein gelernter Glasveredler ist ein potentieller Künstler und ein Profi unter anderem im konstruktiven Glasbau. Für seine Arbeit beschäftigt er sich mit Glasmalerei, er schleift, fräst und sandstrahlt Muster, Ornamente und Dekore und lässt so kleine Kunstwerke entstehen. Kurz: Er kümmert sich um fast alles, was in der Innenarchitektur aus Glas ist, vom großformatigen Spiegel über kunstvoll gearbeitete Kronleuchter bis hin zu ästhetischen Fenstern und Türen. Ein Glasveredler sollte eine ruhige Hand haben, zeichnerisches Talent mitbringen und viel Kreativität in seine Arbeit einbringen wollen. Die duale Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule dauert 3 Jahre. Auch hierfür wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt.

 

Verfahrensmechaniker/-mechanikerin Glastechnik

Der Verfahrensmechaniker Glastechnik poliert, graviert und verspiegelt Glas, er kontrolliert die Sicherheit von Glasscheiben und Flaschen, er produziert aber auch unterschiedliche Glasarten, die er schneiden, formen, veredeln und bedrucken kann. Da ein Verfahrensmechaniker den gesamten Glasproduktionsprozess begleitet und Qualitätskontrollen mitverantwortet, arbeitet er mit computergesteuerten Maschinen. Deshalb sollte er neben IT-Kenntnissen auch ein besonderes Interesse für Mathematik, Physik und Chemie sowie für technische Anlagen mitbringen. Aber auch handwerkliches Geschick und eine gute Beobachtungsgabe sollten nicht fehlen, um die duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule nach drei Jahren abzuschließen. Ein Hauptschulabschluss ist auch hier Voraussetzung für die Ausbildung.

 

Wirtschaftsingenieur Glastechnik

Dieser duale Studiengang ist für alle, die ganz oben etwas bewegen wollen. In drei Jahren lernen die angehenden Ingenieure an der Fachhochschule und im Werk sowohl die Theorie als auch die Praxis, um danach eine anspruchsvolle Tätigkeit in der Glasindustrie zu beginnen. Zukünftige Wirtschaftsingenieure der Glastechnik überwachen und optimieren ihre Produktionsanlagen und -steuerungen. Sie planen und entwickeln zudem eigene Projekte und Produkte in direkter Absprache mit ihren Kunden und deren spezifischen Anforderungen rund um das Thema Glas, haben dabei aber auch immer die eigene Technik und das eigene Material im Blick. Kurz: Ein anspruchsvoller Beruf mit viel Potential! BF/FS

 

Info: Nachfragen lohnt! Zum Beispiel bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur oder bei den Lehrstellenbörsen der Industrie- und Handelskammern. Hilfreich außerdem: Zeitungen, Ausbildungsmessen oder die Webseiten von Firmen. Auch eine allgemeine Stichwortsuche im Internet kann weiterhelfen. Zudem bietet der BAGV Glas und Solar auf der Seite www.zukunftimglas.de viele Informationen rund um den Traumberuf in der Flachglasindustrie.

 

Die Branche in Kürze: Zum Bundesverband Flachglas (BF) gehören die Hersteller und Händler von Glasprodukten für Bauanwendungen. Aktuell sind das mehr als 100 Mitgliedsunternehmen mit über 200 Betriebsstätten. Sie repräsentieren mehr als 90 Prozent der deutschen Produktion. Die rund 26.000 Mitarbeiter der Branche produzierten im vergangenen Jahr Flachglasprodukte mit einem Wert von ca. 2,6 Milliarden Euro. Diese Werte addieren sich aus den Produkten der Floatglas- und Gussglas-Hersteller, der Glasbeschichter, der Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Einscheibensicherheits- und Verbundsicherheitsglas spezialisiert haben, sowie der Produzenten von Isolierglas. Ca. 50 Fördermitglieder aus dem Zulieferer-Bereich runden das Verbands-Portfolio ab.

 

Weitere Infos zu Glas unter www.glas-ist-gut.de