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Wärmedämmung von Glasfassaden:

New York will europäische

Standards einführen

 

Troisdorf. Kürzlich wurde darüber berichtet, dass in der Stadt New York die zum Teil schon historischen Glasfassaden energetisch endlich auf Vordermann gebracht werden sollen. „Ein guter Schritt, den wir sehr begrüßen. Glas in der Fassade ist in seiner heutigen, modernen Form auch bei großflächiger Anwendung hoch effizient und bietet eine zeitgemäße Wärmedämmung in allen Bereichen des Gebäudes“, so Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF).

 

Moderne Verglasungen sind extrem effizient: Sie halten die Wärme im Raum, die Kälte vor der Fassade und sie bieten sich dank hervorragender Eigenschaften für den Einsatz ähnlich dem einer massiven Wand an. Während früher nur eine Glasscheibe oder ein Zweischeibenisolierglas ohne weitere technische Ausstattung für die äußere Kälteabwehr und den Erhalt der teuer erheizten Wärme im Haus zuständig waren, sind es heute mindestens zwei oder drei Glasscheiben, die sich im Kampf gegen den Klimawandel bewähren. Dazu kommen mit Edelgas gefüllte Scheibenzwischenräume, moderne Abstandhalter zwischen den Scheiben, die keine Wärme nach außen transportieren und besonders effiziente, hauchdünne Beschichtungen aus Edelmetall, die auf die Glasscheiben aufgebracht werden. „Sie sind in Verbindung mit den Glasscheiben besonders effizient und damit den früher, also vor etwa 1995 verwendeten Fenstergläsern, bei weitem überlegen“, erklärt Jochen Grönegräs. Ganz anders sehe die Lage hingegen in vielen alten Bestandsgebäuden in Deutschland, Europa und im außereuropäischen Umfeld wie den USA aus. So wurden in den Vereinigten Staaten bis in die späten 1980er-Jahre energetisch überholte Gläser verbaut, die wenig bis gar keine nennenswerte Wärmedämmung bieten – eine Situation, wie sie in vielen Wohnbauten in Deutschland heute ebenfalls noch vorkommt. „Dazu kommen noch all jene veralteten und nicht mehr zeitgemäßen Sonnenschutzgläser, wie sie unter anderem in den meisten Hochhäusern der USA verbaut sind“, so Grönegräs. Diese seien von ihrer Energieeffizienz her schlecht und bewirkten dadurch hohe und gleichzeitig extrem klimaschädliche Kühllasten durch Klimaanlagen. „Dass New York jetzt mit gutem Beispiel voran geht, sehen wir durchweg positiv. Mit modernen Verglasungen in Form von Wärmedämm- beziehungsweise Sonnenschutzverglasungen ist vieles möglich und eine Modernisierung in der angedachten Form hilft dem Klima auf konsequente Art und Weise“, so Grönegräs. BF/DS

 

Die Branche in Kürze: Zum Bundesverband Flachglas (BF) gehören die Hersteller und Händler von Glasprodukten für Bauanwendungen. Aktuell sind das mehr als 100 Mitgliedsunternehmen mit über 200 Betriebsstätten. Sie repräsentieren mehr als 90 Prozent der deutschen Produktion. Die rund 26.000 Mitarbeiter der Branche produzierten im vergangenen Jahr Flachglasprodukte mit einem Wert von ca. 2,6 Milliarden Euro. Diese Werte addieren sich aus den Produkten der Floatglas- und Gussglas-Hersteller, der Glasbeschichter, der Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Einscheibensicherheits- und Verbundsicherheitsglas spezialisiert haben, sowie der Produzenten von Isolierglas. Ca. 50 Fördermitglieder aus dem Zulieferer-Bereich runden das Verbands-Portfolio ab.

 

Bild 1:Mit modernen Verglasungen wie hier in London lassen sich exzellente Wärmedämmwerte erreichen. Foto: G. Stoverock

 

Bild 2:Auch das Lentos Kunstmuseum im österreichischen Linz wartet mit einer zeitgemäßen Glasfassade auf. Foto: Saint-Gobain Glass

 

Weitere Infos zu Glas unter www.glas-ist-gut.de

 

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28. Mai 2019