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Struktur der Flachglasbranche

  • Der BF vertritt nicht die „Isolierglasindustrie“ – einfach deswegen, weil es eine solche Industrie gar nicht gibt: Die Isolierglasbranche ist mittelständisch geprägt.

    Industriell erfolgt nur die Herstellung des Basisprodukts, des Float- oder Gussglases. Dieser Markt ist recht überschaubar: Es gibt in Deutschland nur einige Unternehmen, die in ihren „Glashütten“ – hochmodernen Produktionsanlagen – Glas erzeugen. Diese industrielle Ebene ist durch Fördermitgliedschaften im BF vertreten, so dass der Verband als Sprachrohr der ganzen Branche fungiert.

    Der nächste Schritt – das Beschichten der Gläser mit einer Wärmedämm- oder Sonnenschutz-Schicht – wird zum Teil bei den Glasherstellern vollzogen, aber auch einige mittelständische Unternehmen verfügen zum Teil über die entsprechenden Technologien. Die Fertigung des Isolierglases selbst ist die Domäne einer großen Zahl von mittelständischen Isolierglasherstellern und -veredlern – mit dem BF als zentralem Verband.

    Die Kunden der BF-Mitglieder sind Betriebe des glasverarbeitenden Gewerbes, wie Glaser und Fensterbauer. Diese erhalten nicht nur die Ware „Flachglas“ in seinen verschiedenen Ausführungen, sondern auch zahlreiche Serviceleistungen: von der Glasbearbeitung – Zuschnitt, Schleifen, Glasveredlung – über die Bereitstellung von Prospekten und anderen verkaufsfördernden Mitteln bis Projektberatung, Planung und Schulung.

  • So ergibt sich folgende Struktur:

    Industrielle Ebene: Basisglashersteller – Flachglasindustrie
    BF-Mitglieder: Isolierglashersteller – Glasveredler – Glasgroßhändler
    Kunden der BF-Mitglieder: Glasverarbeitendes Handwerk – Fensterbau